Über Sebastian Sudhoff

Sebastian Sudhoff

Ich bin Sebastian Sudhoff, Tischlermeister und Inhaber der Tischlerei Sudhoff in Werl. In meiner Werkstatt entstehen Möbel nach Maß, Innenausbauten, Reparaturen und Sonderlösungen – vor allem für Menschen, die keine Lösung von der Stange suchen, sondern eine saubere handwerkliche Arbeit, die zum Haus, zum Raum und zum Alltag passt.

Wofür die Tischlerei Sudhoff steht

Die Tischlerei Sudhoff steht für individuelle handwerkliche Lösungen im Bestand: Möbel nach Maß, Innenausbau, Reparaturen, Anpassungen und Sonderprojekte, die sorgfältig geplant, gefertigt und montiert werden.

Viele Arbeiten entstehen dort, wo Standardlösungen nicht passen: in Altbauten, Fachwerkhäusern, gewachsenen Räumen, bei vorhandenen Bauteilen oder bei Projekten, bei denen Funktion, Gestaltung und handwerkliche Ausführung zusammenpassen müssen.

Sebastian Sudhoff ist Tischlermeister und Inhaber der Tischlerei Sudhoff in Werl. Von 2011 bis 2012 besuchte er die Meisterschule Ebern in Bayern. Die Meisterprüfung zum Schreinermeister legte er 2012 vor der Handwerkskammer zu Unterfranken ab. In Nordrhein-Westfalen wird derselbe Beruf üblicherweise als Tischler bezeichnet.

Beruflicher Weg

Der berufliche Weg von Sebastian Sudhoff begann im klassischen Tischlerhandwerk – in einer kleinen Werkstatt mit direktem Kundenkontakt, frühen eigenen Aufgaben und viel praktischer Verantwortung. Daraus entwickelte sich über die Jahre eine Arbeitsweise, die Werkstattpraxis, Montageerfahrung, Gestaltung und fachliche Bewertung miteinander verbindet.

2003–2006
Ausbildung im Tischlerhandwerk in einer kleinen Tischlerei. Früh geprägt durch eigenständiges Arbeiten, Kundenprojekte, Möbelbau, Montage, Innenausbau, Fenster und Restaurierungsarbeiten.
2006
Abschluss als Tischlergeselle. Das Gesellenstück war ein Schreibtisch aus geräucherter Kastanie.
2006–2011
Gesellenzeit in unterschiedlichen Betrieben mit verschiedenen Fachrichtungen – von klassischer handwerklicher Fertigung bis zu stärker strukturierten, industrieähnlichen Arbeitsweisen. In dieser Zeit entstanden auch vertiefte Erfahrungen im Fensterbau und in der Montage.
2011–2012
Vollzeitbesuch der Meisterschule Ebern in Bayern. Fast zwei Jahre Leben und Lernen in einer Region, in der das Schreinerhandwerk einen hohen Stellenwert hat.
2012
Meisterprüfung zum Schreinermeister, abgenommen durch die Handwerkskammer für Unterfranken. Das Meisterstück war ein Schaukelstuhl aus Esche mit Lederbezug.
2012
Start der Selbständigkeit nach der Meisterschule – zunächst in Welver mit Reparaturarbeiten und kleineren Möbelprojekten.
2016
Umzug der Werkstatt nach Werl-Westönnen. Die erste Werkstatt in Welver war mit der Zeit zu klein geworden und ließ sich nicht sinnvoll erweitern. Am heutigen Standort stehen mehr Platz und bessere technische Möglichkeiten zur Verfügung – unter anderem mit Gabelstapler und Werkstattkran.
seit 2015
Sachverständigentätigkeit im Tischlerhandwerk – zunächst vor der öffentlichen Bestellung mit Privatgutachten und fachlichen Stellungnahmen.
seit 2021
Öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Tischlerhandwerk, bestellt durch die Handwerkskammer Dortmund.
seit 2024
Konzeption und Aufbau des Fachportals Tischler-SV.de. Seit 2025 werden dort Fachbeiträge zu Schadensbildern, Montagefragen und fachlicher Einordnung im Tischlerhandwerk veröffentlicht.

Ausbildung, Gesellenzeit und Meisterschule

Die Ausbildung von 2003 bis 2006 fand in einer kleinen Tischlerei statt. Durch die überschaubare Betriebsgröße entstanden früh direkter Kundenkontakt, eigenständiges Arbeiten und ein praktisches Verständnis für die Anforderungen auf Baustelle, in Werkstatt und bei individuellen Kundenprojekten.

Schon während der Ausbildung zeigte sich ein besonderes Interesse am Möbelbau, an Gestaltung und an handwerklichen Lösungen, die nicht serienmäßig entstehen. Bauelemente, Fenster und Montage blieben fachlich wichtig – das stärkere Interesse entwickelte sich jedoch in Richtung Möbel, Innenausbau und individuelle Arbeiten im Bestand.

Nach der Gesellenprüfung arbeitete Sebastian Sudhoff in unterschiedlichen Betrieben mit verschiedenen Schwerpunkten. Diese Jahre waren geprägt durch verschiedene Arbeitsweisen, Materialien, Fertigungsabläufe und handwerkliche Kulturen.

Von 2011 bis 2012 besuchte Sebastian Sudhoff die Meisterschule Ebern in Bayern. Diese Zeit war eine intensive Vollzeitphase mit Gestaltung, Konstruktion, Fertigung, CAD, Betriebsführung und viel Lernen über den regulären Unterricht hinaus.

Die Meisterprüfung zum Schreinermeister wurde 2012 durch die Handwerkskammer zu Unterfranken abgenommen. Fast zwei Jahre in Bayern zu leben, andere Betriebe kennenzulernen und eine Region zu erleben, in der das Schreinerhandwerk einen hohen Stellenwert hat, prägte den Blick auf das eigene Handwerk nachhaltig.

Das Meisterstück: Schaukelstuhl aus Esche

Das Meisterstück von Sebastian Sudhoff war ein Schaukelstuhl aus Esche mit Lederbezug. Der Entwurf entstand eigenständig und verband Gestaltung, Konstruktion, CAD-Zeichnung, Schablonenbau, Dampfbiegen, Fräsarbeiten und klassische Holzverbindungen.

Alle Holzteile wurden mit der Faser über Wasserdampf gebogen, anschließend in der Trockenkammer getrocknet und danach in vielen Arbeitsschritten weiterbearbeitet. Die dafür notwendigen Schablonen und Biegevorrichtungen wurden selbst konstruiert und hergestellt.

Das Möbel bestand aus rund 50 Einzelteilen. Die Verbindungen wurden als klassische Schlitz- und Zapfenverbindungen ausgeführt. Die Oberfläche wurde mit Leinöl behandelt. Neben dem Lederbezug kamen keine weiteren Fremdmaterialien zum Einsatz.

Für die Fertigung waren im Rahmen der Meisterprüfung 140 Stunden vorgesehen. Tatsächlich erforderte das Projekt deutlich mehr Zeit, mehrere Versuche und einen Prototyp. Gerade dieser Aufwand macht das Meisterstück rückblickend zu einem wichtigen Teil der fachlichen Entwicklung.

Von Welver nach Werl-Westönnen

Die Selbständigkeit begann 2012 in Welver. Dort entstanden zunächst Reparaturarbeiten, kleinere Möbelprojekte und erste individuelle Kundenlösungen.

Mit der Zeit wurde die erste Werkstatt jedoch zu klein. Eine sinnvolle Erweiterung war am damaligen Standort nicht möglich. 2016 folgte deshalb der Umzug der Werkstatt nach Werl-Westönnen.

Mehr Platz, bessere Abläufe und technische Unterstützung

Die heutige Werkstatt in Werl-Westönnen bietet deutlich bessere Möglichkeiten für größere Möbelteile, Bauteile und Sonderprojekte. Technische Helfer wie Gabelstapler und Werkstattkran erleichtern das Bewegen, Drehen und Bearbeiten schwerer oder sperriger Werkstücke erheblich.

Das macht die Arbeit nicht nur angenehmer, sondern ermöglicht auch sicherere und ruhigere Abläufe in der Fertigung – besonders bei Projekten, bei denen Maßhaltigkeit, Materialschonung und sorgfältige Bearbeitung entscheidend sind.

Start 2012 Selbständigkeit zunächst in Welver.
Umzug 2016 Werkstattstandort seitdem in Werl-Westönnen.
Heute Mehr Platz für Gabelstapler, Werkstattkran und bessere Abläufe.

Warum der Bestand oft die spannendste Aufgabe ist

Viele Projekte beginnen nicht auf einer leeren Fläche, sondern in bestehenden Räumen: Wände sind nicht gerade, Anschlüsse sind gewachsen, alte Bauteile sollen erhalten bleiben und trotzdem soll am Ende eine saubere, funktionierende Lösung entstehen.

Genau darin liegt ein großer Teil der täglichen Arbeit. Es geht nicht nur darum, ein schönes Möbelstück zu bauen, sondern eine Lösung zu entwickeln, die zum Gebäude, zur Nutzung und zu den vorhandenen Gegebenheiten passt.

Diese Art von Arbeit erfordert Erfahrung, Geduld und ein gutes Verständnis für Material, Montage, Maße und spätere Nutzung.

Heutige Arbeitsweise

Viele heutige Projekte der Tischlerei Sudhoff entstehen im Bestand: vorhandene Wände, alte Bauteile, begrenzte Platzverhältnisse, gewachsene Gebäude und individuelle Wünsche. Gerade hier zeigt sich, ob eine handwerkliche Lösung nur auf dem Papier funktioniert oder auch in der tatsächlichen Einbausituation.

Zur praktischen Erfahrung gehören neben Möbelbau, Innenausbau und Montage auch viele Schnittstellen zu angrenzenden Gewerken. Besonders die Arbeit an Bestandsgebäuden und die Sanierung eines eigenen Fachwerkhauses haben den Blick für Material, Feuchtigkeit, Anschlüsse, natürliche Baustoffe und handwerkliche Details geschärft.

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Sachverständigenbüro & Fachportal

Neben der Tischlerei ist Sebastian Sudhoff öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für das Tischlerhandwerk, bestellt durch die Handwerkskammer Dortmund. Diese Tätigkeit erfolgt über das eigenständige Sachverständigenbüro Sudhoff und ist klar von der handwerklichen Arbeit der Tischlerei getrennt.

Für die Tischlerei bedeutet dieser fachliche Hintergrund vor allem eines: Details, Anschlüsse, Materialverhalten und Ausführung werden mit besonderer Aufmerksamkeit betrachtet. Gerade bei Arbeiten im Bestand ist dieser Blick oft entscheidend.

Ergänzend veröffentlicht Sebastian Sudhoff als Fachautor Einordnungen und Fachbeiträge im unabhängigen Fachportal Tischler-SV.de. Die Konzeption und der Aufbau des Fachportals begannen 2024. Seit 2025 werden dort Fachbeiträge zu Schadensbildern, Montagefragen, Ausführungsdetails und realistischen Erwartungen nachvollziehbar veröffentlicht.

Handwerksblatt

Bericht zur digitalen Vereidigung von Sachverständigen der Handwerkskammer Dortmund.

Bericht im Handwerksblatt ansehen

Handwerkskammer Dortmund

Veröffentlichung der Handwerkskammer Dortmund im Bereich Sachverständigenwesen.

HWK-Veröffentlichung ansehen

Bekanntmachung

Offizielle Bekanntmachung zur Neuvereidigung als Sachverständiger.

Bekanntmachung als PDF ansehen

Einordnung

Die Sachverständigentätigkeit erfolgt getrennt über das Sachverständigenbüro Sudhoff. Für die Tischlerei zeigt sie vor allem den fachlichen Hintergrund bei Ausführung, Details und Materialverhalten.

Tischlerei Sudhoff

Praktische handwerkliche Arbeit: Möbel, Innenausbau, Reparaturen, Sonderlösungen und Projekte im Bestand.

Sachverständigenbüro Sudhoff

Unabhängige fachliche Bewertungen, Privatgutachten, Gerichtsgutachten und Beweissicherungen im Tischlerhandwerk.

Tischler-SV.de

Fachportal mit Beiträgen zu Schadensbildern, Montagefragen, Ausführung und Bewertung im Tischlerhandwerk.

Gemeinsamer Hintergrund

Werkstattpraxis, Montageerfahrung, Meisterausbildung und fachliche Einordnung greifen über viele Jahre ineinander.